London I

Am Dienstag fahren meine Hundeeltern nach London. London muss eine ganz tolle Stadt sein. Mein Frauchen freut sich jedenfalls schon sehr. Und obwohl diese Stadt ganz toll sein soll, darf ich nicht mit.

Aber … ich darf dann zu Nina. Sie ist mein Tagesfrauchen und echt super. Nina holt mich jeden Tag ab und dann fahren wir mit Ihren Hunden an die Isar. Nina wird mich früh morgens abholen und dann darf ich sogar bei Ihr übernachten. Meine beiden Alphatiere kommen nämlich erst ganz spät aus London wieder zurück und da schlafe ich normaler Weise schon friedlich in meinem Körbchen. Ich hoffe dass wir uns alle bei Nina gut vertragen werden. Hoffentlich gönnen mir die anderen Hunde da auch eine Auszeit. Wenn nicht, Nina wird es schon richten.

Ronja – der Laky

Ronja ist eine Lakeland-Terrier-Hündin und meine beste Freundin. Wir treffen uns mindestens dreimal die Woche am Abend und dürfen zusammen immer noch ein bisschen rennen. Unser Lieblingsrennplatz ist ein Sandkasten mit einem großen liegenden Nilpferd aus Holz. Wir jagen uns immer gegenseitig um das Holztier herum, mal bin ich schneller und mal überholt mich Ronja. Keine Angst, wir hinterlassen nie unsere Geschäfte in dem Sandkasten, denn es spielen ja viele Kinder darin, wenn es hell ist.

Nina, Lino und Co.

Ich bin ganz glücklich mit meinen Alphatieren. Aber derzeit müssen beide so richtig hart und viel arbeiten. Und ich habe, damit ich nicht den ganzen Tag allein zu Hause bleiben muss, ein Tagesfrauchen bekommen. Und das kam so:

Neulich haben wir von einer Frau Besuch bekommen. Sie klingelte und Herrchen öffnete die Tür. Ich war ganz neugierig und habe brav rutenwedelnd an der Tür gewartet. Und da stand jemand, den ich gar nicht kannte! Aber diese Person kniete sich hin und begrüßte mich. WOW war die lieb. Dann verließen wir zu viert unser Treppenhaus und liefen in Richtung Park. Plötzlich drehte sie ab – halt, wo wollte denn der Besuch hin, nur so kurz da und schon wieder weg?

Sie steuerte ein Auto an. Öffnete es und … ein großer Dalmatiner sprang aus dem Auto; zwei kleinere Hundis kletterten auch noch raus! Chilly und Lolita sind ihre Namen. Meine Hundeeltern waren mit mir schon fast im Park, da kamen die anderen drei samt Nina hinterher und dann machten Sie uns alle von den Leinen!

Damit war richtig Umeinanderfetzen angesagt! Ab ging es in Richtung Hundewiese und ich konnte den anderen Dreien endlich zeigen, wo ich meine Energie jeden Tag loswerden darf. Lino ist ein echt anmutiges Tier. Ich habe natürlich keine Angst vor ihm, aber Respekt und den nicht zu knapp.

Nach etwa 45 Minuten sind wir dann wieder raus aus dem Park und in Richtung unserem Zuhause. Plötzlich haben Nina und mein Frauchen gestoppt. Wir standen da gerade vor dem Auto, das wohl Nina gehört. Ich wurde im Handumdrehen ins Auto verfrachtet und los ging die Fahrt. Ich wusste gar nicht wie mir geschieht! Und was tut man als Hund, wenn Hund sich im Grunde nicht zu helfen weiß? Genau: Fiepen! Ich fiepte also wie ein Weltmeister. Doch das interessierte Nina und mein Frauchen überhaupt nicht. Ich war hinten im Auto mit Lino zusammen und der knurrte immer, wenn ich besonders lautstark wurde. Zu meinem Übel lachten die beiden Menschen da vorn auch noch – etwa über mich? Na, denen werde ich zeigen was eine Harke ist. Ich verstummte schlagartig! Plötzlich fingen sich die beiden Frauen lobend über einen Terrier namens Craic zu unterhalten. “Craic der brave Terrier, der keinen Ton beim Autofahren mehr von sich gibt.”, sagten sie. Moment. Craic? Das ist doch mein Name! Die reden von mir! Na so was.

Ich fahre jetzt richtig gern Auto, wenn ich denn hinten im Kofferraum sein darf, wo ich nicht alles mitbekomme. Und Nina kommt jetzt jeden Tag mit dem Auto und dann geht es zum Hundeparadies, an den Flaucher der Isar.