Ein EM-Abenteuer als kleiner Hund

Neulich war ja die Fußball-EM. Diese Fußball-Events bedeuten für viele Hunde eher Stress als Freude und Party. Ein Vorteil als Hund ist es, wenn die Alphatiere nicht so fußballverrückt sind. Lasst mich kurz denken, ja es war ein Spiel im Viertelfinale. Mein Frauchen wollte das Spiel Spanien gegen Italien sehen. Mein Herrchen hatte kein Interesse. Unsere Nachbarn, die Familie von Bonnie hatten den Abend für das Fußballspiel schon fest reserviert. Mein Frauchen schnappte sich also meine Leine und sagte: „So wir gehen jetzt zu Bonnie und schauen Fußball.“ Wir schauen Fußball, dachte ich, na toll. Ich will aber nicht Fußball sehen, ich will mit Bonnie spielen. Und darauf habe ich mich richtig gefreut. Als wir drüben ankamen, hatte die Sendung bereits angefangen. Bonnie begrüßte mich und legte sich ins Wohnzimmer. Na super. Ich war doch hier, und die legt sich bloß ins Wohnzimmer zu den Füßen Ihres Herrchens. Das Spiel lief so einige Zeit, nur fiel kein Tor, dies schien ein eher langweiliges Spiel zu werden. Plötzlich sprang das Herrchen von Bonnie auf und schien sich mächtig über etwas zu ärgern. Ich verstand nicht warum. Fußball finde ich nur so lange interessant, wie ich hinter einem Ball auf der Wiese oder in der Wohnung hinterherjagen und ihn apportieren darf. Aber im Fernsehen… mir ist schleiherhaft, was die Menschen davon haben. Na ja so ging das eine Zeit und plötzlich sprang das Herrchen von Bonnie wieder auf – noch ärgerlicher – und sprach immer von einem Foul. Was auch immer es bedeutet, jedenfalls nichts Gutes, glaub ich. Ich kam überhaupt nicht zur Ruhe. Dann endlich ertönte die Stimme von meinem Frauchen. Sie sagte: Ich gehe mit Craic jetzt rüber. Wenn ein Tor fällt, höre ich es ja auch durch die Nachbarn. Ich war gerettet. Mein Körbchen rückte näher. Die Eingangstür schob sich in mein Sichtfeld und plötzlich – ein Knaller von Bonnies Balkon – ich bellte was das Zeug hielt. Schließlich müssen wir dann immer alles verteidigen, was uns lieb ist. Spanien hatte wohl gewonnen.

Die Eingangstür öffnete sich, ich trat hindurch, die Treppe kam näher. Wir standen vor der Eingangstür. Die Tür viel zu, mein Körbchen. GUTE NACHT!

Leave a Reply