Bank oder Brunnen

Draußen auf unserer Wohnanlage sind in den Boden einbetonierte Brunnen gebaut, die leider nicht so funktionieren wie sie sollten. Kleine Springbrunnen entspringen nicht daraus, stattdessen steht das Wasser nach dem Regen immer zentimeterhoch in eingelassenen Fugen. Von mir werden sie deshalb immer als übergroßer Wassernapf umfunktioniert. Meine Hundeeltern haben noch eine ganz andere Art der Nutzung. Sie verwenden diese als festinstallierte Hundesportgeräte. Nach kleinen Gassi-Runden um das Haus kommen sie oft zu Einsatz. Der Befehl “hopp” ertönt, ich setze zum Sprung an. Wenn ich sicher gelandet bin, führe ich immer Gehorsamsbefehle nach Abruf aus wie “sitz”, “platz”, “bleib”, “Männchen” und “Pfötchen”.

Neulich habe ich meine Ziehmama überrascht und mich selbst auch. Wir zwei liefen in Richtung Sandkasten auf der Wohnanlage und der Befehl “hopp” ertönte. ich fand mich auf eine Bank wieder, auf einer fürchterlich wackeligen Parkbank. Bei diesen Vorrichtungen bin ich immer etwas ängstlich, mein Gleichgewicht zu verlieren oder mit einer Pfote durch die Plankenlücken zu rutschen. Das ist mir nämlich schon mal passiert und ich musste von meinen Eltern “gerettet” werden. Ich hatte jedenfalls bis jetzt immer einen Anflug von Panik verspürt, wenn ich auf eine Parkbank springen sollte. ich stemmte mich immer, ohne Ausnahme in die Leine und streikte.

Aber jetzt wo ich ja neulich ohne mir wirklich bewußt darüber zu sein auf eine Parkbank gesprungen bin, ist es jetzt vielleicht gar nicht mehr so schlimm.

Kampf der Scheu gegen wackelige Sitzvorrichtungen für die menschlichen Zweibeiner!

Ich bin wieder da!

Hallo meine lieben Hundeblog-Leser,

mein Frauchen war in den letzten Wochen zeitlich ganz schön belegt. Daher hat sie keine Zeit für das Hundeblog einplanen können. Aber wie ihr hier seht, findet sie jetzt wieder mehr Zeit, euch Einblick in mein Hundeleben zu geben.

Also ich freue mich auf eure Besuche und Kommentare.

Euer Craic

Manni und Albert

Im Giesinger Park gibt es zwei große schwarze Hunde. Sie stammen von der gleichen Mutter, haben aber zwei unterschiedliche Väter. Sie sind somit Halbgeschwister und die heißen Manfred, kurz Manni, und Albert.

Ganz früher, also vor 2 Jahren als ich noch ein ganz kleiner junger Stöpsel war, habe ich ganz oft mit Manni gespielt. Wenn ich einen Stock ergattert habe, oder einen Ball, ist er ganz oft hinter mir hergewetzt, um mir das Spieli abzuluchsen. Früher sind wir soviel zusammen über die Wiese getobt. Albert gab es da noch gar nicht, weil er noch nicht geboren war. Er hat mich dann immer fast gefangen, wenn ich nicht noch in letzter Sekunde einen Haken geschlagen hätte. Somit konnte ich ihm immer noch um Haaresbreite ausweichen. Dann war da plötzlich noch ein Hund – Albert. Irgendwie gab es dann im Spiel einen Wechsel und die Rolle von Manni hat dann Albert übernommen. Und wieder wurde immer ganz viel getobt, wenn wir uns im Park getroffen haben. Leider wurde das Miteinander spielen immer weniger. Vielleicht geht es ihnen nicht so gut, oder ich habe inzwischen einfach auch andere Freunde gefunden. So genau kenne ich den Grund nicht.

Einerseits haben die es echt gut. Die sind immer den ganzen Tag draußen an der frischen Luft, aber andererseits frage ich mich manchmal ob es auf die Dauer nicht auch mal langweilig wird, von morgens bis abends immer in dem Giesinger Park zu sein, der ja besonders dann nicht mehr so viel Abenteuer bietet, wenn Hund ihn bereits wie sein eigenes Körbchen kennt. Ich bin ganz froh oft auch mal an der Isar zu sein, oder im Perlacher Forst, oder am Trainingsgelände der Bayern. Damit wird dann ein Ort nie wirklich langweilig.

 

Eine weitere Begegnung mit Pepe

Ronja ist wieder aus dem Urlaub zurück! Endlich hat das Warten ein Ende! Verhundnochmal habe ich die vermisst.

Am letzten Wochenende war ich nachmittags draußen. Meine Hundeeltern versuchten mich gerade zum Ballspielen zu motivieren als ich etwas caramellfarbenes wolliges im Augenwinkel um die Ecke blitzen sah. Ich richtete meine Augen und damit meine volle Aufmerksamkeit auf die Erscheinung. Es war Ronja, meine Freundin. Sie kam auf mich zugelaufen, aber viel langsamer als sonst. Sie sah ganz schön fertig und müde aus. Ronja war just aus dem Urlaub heimgefahren. Sie mag das Autofahren nicht so gern, so wie ich früher. Sie begrüßte mich, streckte sich und ließ sich ins weiche feuchte Gras fallen. Offensichtlich stand ihr der Sinn nicht gerade nach Spielen. Nun sah ich auch Pepe, aber der rannte nur schnüffelnd über die Wiese und war scheints richtig ausgeschlafen. Dann lief er aber doch auf mich zu und wir spielten einige Momente miteinander. Aber das war auch diesmal nicht so wie mit Ronja. Er ist selbst im Spiel noch von ganz anderen Sachen zu schnell abgelenkt. Spielen ist als Junghund schon noch anstrengend.

Ronja ist und bleibt nun mal meine Freundin mit der ich fast alles machen kann, mit ihr ist es unkomplizierter. Vielleicht schaffen Pepe und ich das auch noch irgendwann.

Ein Klinikbesuch oder die verletzte Taube II

Jetzt könnt ihr von meinem Klinikbesuch die ersehnte Fortsetzung lesen:

Die Sache mit der Taube war nun geklärt. Die Familie hat die Taube mitgenommen, um sie in einem Eigenversuch wieder aufzupeppeln. Ob Ihnen das gelungen ist, weiß ich nicht, aber das ist mir und für diese Fortsetzung jetzt auch nicht wichtig.

Wir kamen nach langem Warten auch irgendwann an die Reihe. Ich wurde an meiner zweitheiligsten Stelle untersucht. Deswegen waren wir ja hier. Und dann verließen wir den Raum. Die Äztin sprach von der gynäkologischen Abteilung. Wir hatten also scheinbar im Grunde umsonst gewartet. Wir liefen über den Hof und erreichten eine Tür, die mir bekannt vorkam.

Wir betraten das Wartezimmer. Hier, wie mir in diesem Moment bewusst wurde, war ich schon mal, mindestens einmal. Hier musste ich nach einer OP meine Hoden zurücklassen.

Nach wiederum einer kurzen Wartezeit wurden wir von einer weiteren Ärztin hereingeholt. Ich wurde auf den Untersuchungstisch gehoben und abgetastet: Ich drückte deutlichst aus, dass es mir missviel. Und was hat mir das eingebracht - einen Maulkorb. Richtig gelesen, einen Maulkorb für mich kleinen Hund, der seine Hundeeltern niemals aber wirklich nie und nimmer beißen würde. Plötzlich durchstieß mich ein höllisches Brennen. Ich hätte nicht gedacht dass das schlimmer werden könnte, aber nachdem mir die “nette ” Frau in weiß auch noch etwas Langes Spitzes aus Metall in die Wunde prokelte und damit eine Flüssigkeit einspritze, musste ich aufjaulen, das hat tierisch gebrannt. Und dann war es aber auch recht schnell vorbei.

So einen Analabzess werde ich hoffentlich nie wieder bekommen. Dennoch hat so eine Entzündung auch seine durchaus angenehmen Seiten  - Streicheleinheiten, Extra- Kraulminuten und zwei mal täglich Tabeletten in Leberwurst, damit ich nicht Lunte rieche, denn Tabletten so ohne einen leckeren Mantel, die nehme ich schon mal gleich gar nicht.

Ein Klinikbesuch oder die verletzte Taube

An einem Wochenende war ich mit meinem Frauchen wiederauf der Hundewiese im Giesinger Park. Ich habe ganz viel gespielt, bin mit den anderen Hunden um die Wette gelaufen und hben Balljagen gespielt. So nach rund einer Stunde sind wir gegangen und plötzlich nimmt mein Frauchen mich vom Gehweg hoch und inspiziert mein knackiges Hinterteil, setzt mich genauso schnell aber vorsichtig auf den Boden und legt einen Schritt zu. Zu Hause hebt sie mich auf die Couch und mein Herrchen inspiziert die gleiche Stelle. Und schon wird ein Taxi gerufen. Ab jetzt beschlich mich zunehmend ein unangenehmes Gefühl.

Und kaum bogen wir um die nächste Ecke, bestätigte sich mein Gefühl - wir waren an der Tierklinik in Schwabing angekommen. Ich mag keine Tierkliniken und Ärzte kann ich auch nicht leiden. Jedenfalls sind wir dann zur Tür rein in den Anmeldungsbereich und nach einem kurzen Gespräch haben sich meine Hundeeltern auf zwei Stühle gesetzt; das Warten begann.

Nach einer ganzen Weile betraten drei Personen den Anmeldebereich und es roch komisch. Ich kannte den Geruch von irgendwo her. Ein leises Gurren ertönte aus der Jacke der Frau. Eine TAUBE! Ich hasse Tauben, aber das ist eine ganz andere Geschichte. Die Familie betrat jedenfalls den Anmeldebereich und fragte wann sie denn drankommen könnte, sie hätte einen Notfall dabei. Ok ein Notfall ist un eher unklar. Nach einigem Hinterfragen sagte sie schließlich: Der Notfall sei eine Taube, die sie gerade auf der Straße gefunden hätten. Die Taube sei flugunfähig durch einen gebrochenen Flügel. Die Ärztin antwortete folgendes darauf: Bei Tauben haben wir hier nur die Möglichkeit sie zu eutanasieren.” Die Frau regte sich tierisch auf und äußerte lautstark: Sie meinen einschläfern” Das wurde mit einem Kopfnicken bestätigt und als Tipp wurde hinzugefügt, ob sie denn die Tierrettung schon zu erreichen versucht hätte. Das bestätigte wiederum die Frau mit dem Zusatz., dass die ja durch einen Notfall Stunden gebraucht hätten. Die Ärztin meinte noch einmal, dass sie mehr leider nicht tun dürften.

Diese ganze Geschichte erinnert ein bisschen an eine Begebenheit, die Björn, dem Shopblogger, in einer Nacht mit einer Taube passiert ist.

Wenn sich solche Dinge erreignen, sollte man sich immer an Verbände wie in Bayern die Tierrettung wenden. Die können auch mit einem Tipp helfen, denn selbst anrühren sollte man verletzte Wildtiere nicht, da nicht bekannt ist, welche Krankheiten übertragen werden können.

Rokko - ein weggezogener Freund

Ich habe vor langer Zeit einen Hund kennengelernt. Er war fast ganz schwarz, nur am Bauch war er weiß. Er hatte genau solche Ohren wie ich und scharz-braune Knopfaugen, schwarze pfoten, die ein bisschen größer als meine waren, nur seine Rute war für einen Russell ungewöhnlich lang. Als ich ihm das erste Mal begegnete, war er sieben und ich zwölf Monate alt. Er benahm sich auch genauso quirrlig und war nicht müde zu kriegen. Wir trafen uns an die 10 mal innerhalb von 4 - 5 Monaten und haben immer ausgiebigst gespielt und gerauft, uns gegenseitig gejagt, dem anderen Stöckchen abgeluchst. Das war immer gantz toll.

Irgenwann kam er dann einfach nicht mehr. Mein Frauchen hat auch auf der Hundewiese nachgefragt und als Antwort bekam sie nur Dinge wie: “Der ist doch weggezogen, oder? Die hatten doch Ärger im Haus wegen dem Hund, deshalb mussten die doch raus, oder? ” Aber sicher war sich von denen wie immer keiner.

Heute habe ich das verdaut. ich denke nur manchmal an die tollen Stunden auf der Hundewiese, insbesondere dann, wenn meine Eltern sich über Rokko unterhalten. Dann fällt er mir wieder ein, der scharze Hund der einen Russel so ähnlich war.

Rocky - der Riese in der Nachbarschaft

Rocky ist ein riesiger Hund in meiner Nachbarschaft. Er ist ein Mischling aus Rottweiler und Berner Sennen Hund. Er hat bestimmt eine Widerristhöhe von ca. 80 cm, von seinem Charakter her ist ein ganz ruhiger gutmütiger Hund und überhaupt nicht agressiv.

Er bellt auch nicht auf der Straße. Er knurrt, ganz leise, wenn ihm etwas gerade nicht gefällt und das in einer Tonlage, da können selbst Schäferhunde noch von träumen. Ich erkenne ihn immer schon auf 30 Meter Entfernung, diese anmutige und graziele Gangart trotz seiner Größe. Ich schlängele mich dann immer auf dem Boden an ihn heran, damit er gleich erkennt, dass ich mich ihm ohne zu zögern unterwerfe.

Der Ladenbesitzer unseres Futterladens Kiras Futterwelt steht total auf Rocky. Er würde sich so einen Hund sofort zulegen, aber der nimmt unverschämt viel Platz in der Wohnung ein. Sitz der mal auf der Couch, ist sie voll Hund.

Ich habe keine Angst vor IHM; aber größten Respekt

Ein Isar-Ganztagesausflug

Neulich waren wir wieder an der Isar. Der Lino, die Chilly, die Lolita und natürlich Nina. Wir haben den ganzen Tag ganz viel gespielt. und geschwommen bin auch ganz viel. Ich hatte das Gefühl, der Tag wollte gar nicht enden.

Irgendwann hat uns Nina dann aber doch zur Heimfahrt gerufen. Ich habe den Heimweg nicht mal mehr ganz mitbekommen. Das Auto stoppte, Nina holte mich aus dem Auto und lief die Wohnanlage runter. Ich sah vor meinem geistigen Auge immer noch Bilder, wie ich in der Isar schwamm - sah ich zufrieden aus.

Ich hörte einen Klingelton. Dann waren wir auch schon vor unserer Wohnungstür. Ich wurde freudig begrüßt. Meine Hundeeltern waren schon da!

Ist das toll, wenn man als Hund mal begrüßt wird. Ich wurde geknuddelt und gestreichelt. Zum Dank wedelte ich mit der Rute, tapste ins Wohnzimmer, legte mich auf die Couch und schlief auch schon.

Regenwetter oder ganz viel Sonne

Heute ist es ganz schön trübe und dazu noch feucht von oben. Die Sonne wird heute wahrscheinlich nicht mehr über unseren Köpfen lachen. Menschliche Zweibeiner mögen dieses Wetter, glaube ich, überhaupt nicht. Die meisten sehen dann dicker angezogen aus und tragen dann eher weniger leuchtende Farben. Das einzige was dann wirklich farblich auffällt, sind diese Erfindungen, die die Menschen dann über Ihren Köpfen öffnen: Schirme.

Wir brauchen diese Erfindung nicht. Die meisten von uns sind froh, wenn es draußen kühler ist und sogar regnet. Das Spielen fällt uns dann viel leichter. Ich liebe das Wasser, egal ob es von oben oder unten kommt. Da kann Hund so richtig lange toben, ohne gleich erledigt zu sein oder ständig etwas trinken zu müssen. Natürlich mag ich es auch, wenn die Sonne vom Himmel scheint, man kann sich dann so richtig faul ins Gras legen und sich den Pelz wärmen lassen. Aber das kühle Wetter ist mir doch erhelblich lieber.

Ganz merkwürdig sind dann die Menschen, die Ihre Hunde in Regenmäntelchen zwängen, und meinen, sie tun ihren Hunden damit was Gutes. Ich würde so ein Mäntelchen niemals anziehen wollen, außer ich bin mal richtig doll krank.